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Beuteltomate
Beuteltomate

Tomatenanbau im eigenen Garten, lohnt sich das?

 

  • Interessantes zur Tomate
  • Aussaat
  • Freiland oder unterm Dach?
  • Gießanleitung

 

 

 

Ist eine Tomate Gemüse oder Obst?

 

Was wir essen, ist die Frucht der einjährigen Tomatenpflanze.

Die Frucht selbst ist botanisch eine Beere, wie die Gurke oder die Zucchini.

Tomaten können mehr oder weniger süß sein und werden im allgemeinen dem Gemüse zugeschlagen, weil sie doch nicht soviel Fruchtzucker wie Obst haben.

 

Im Allgemeinen sind grüne Tomaten roh gegessen giftig (wobei aber erst der Verzehr von mehr als 1 Kilo grüner Toamten tödlich sein soll)!
Das Alkaloid Tomatidin macht die rohe grüne Tomate giftig (in der rohen Kartoffel entspricht das Alkaloid Solanin dem Tomatidin), was sie gegen Fressfeinde schützt.
Mit der Reifung wird das giftige Tomatidin abgebaut und mit zunehmender Röte steigt der  Lycopingehalt in der roten Tomate. Lycopin ist ein Carotinoid und als Antioxidans ein sehr gesunder Radikalenfänger.

Aber was ist mit den grünen Tomatensorten?

Die Frucht der grünen Tomatensorten muss erst reif werden, genau wie die roten Tomatensorten. Bei der 'Green Zebra' erkennt man die Reife Tomate an den gelben Streifen auf der Frucht und sie wird weicher.

 

Green Zebra
Green Zebra

Tomaten erfolgreich im eigenen Garten anbauen

Hat man sich erstmal für eine der vielen Tomaten-Sorten entschieden kanns auch schon los gehen.
Am einfachsten gehts mit einer schon vorgezogenen Sorte aus dem Super- Bau- oder Garten- Fach- Markt.
Wer aber nicht auf die (beschränkte) Sortenauswahl der Märkte aus seiner Umgebung angewiesen sein möchte, kann auf das umfangreiche Saatgut im Internet zurückgreifen.
Die Tomatenanzucht ist denkbar einfach und sollte etwa 2 Monate vor dem frühesten Pflanztermin Mitte Mai, nach den letzten Frösten erfolgen.
Das Lieblingsgemüse der Deutschen kann frühestens 4 Monate nach der Aussaat oder 2 Monate nach dem Auspflanzen geerntet werden. Die Haupternte fahren wir aber erst im August ein.
In der Zwischenzeit gibt es einiges zu beachten.


Was sind die entscheidenden Faktoren, die uns eine schmackhafte Tomaten- Ernte garantieren? Was kann uns die Freude am eigenen Tomatenanbau verderben?
Beim Immobilienkauf entscheidet die Lage, bei der Tomate ist es ähnlich.
Liegt dein Garten in einem regenarmen Gebiet (beispielsweise im oberrheinischen Tiefland oder Brandenburg) , lohnt sich der Freilandanbau.

Das Tomatendach

Unter einem Dach kann man das Nass aus den Wolken gut von unseren Tomaten fern halte.
Was ist so schlimm am Regen?


Tomaten sind anfällig für Pilzerkrankungen. Kranheitenauslösende Pilzsporen sind allgegenwärtig in der Luft und im Substart. Die Sporen der hartnäckigsten Pilzerkrankungen benötigen etwas weniger als einen halben Tag um sich auf ihrem Wirt, die Tomatenpflanze, anzusiedeln und sich dort auszubreiten.
Die größte Angst unter den Hobby- Gärtnern verbreitet die Kraut- und Braunfäule (Schadpilz = Phytophthora infestans)
Der effektivste Schutz gegen Pilzkrankheiten ist ein Dach über den Tomaten und seitlicher Regenschutz aus der Hauptwindrichtung.
Apropos Wind, ein Tomatenhaus aus Folie oder ein Kleingewächshaus sind nur dann eine gute Alternative zu einem Tomatendach, wenn eine gute Belüftung an Regentagen und an Tagen mit hoher Luftfeuchte gewährleistet ist.
Beim Gießen, darf die Pflanze nicht befeuchtet werden! Sollte die Pflanze doch mal nass werden muss dafür gesorgt werden, dass sie schnell wieder abtrocknet und dabei hilft eine gute Lüftung bei hohen Temperaturen.
Diese Voraussetzungen können im Freiland in einem typisch deutschen Sommer, nicht immer erfüllt werden.

Gießen und Düngung

Tropf-Blumat
Tropf-Blumat

Wie stellt man fest, wann die Tomatenpflanze Wasser braucht?

 

Bei starker Hitze, mittags im Sommer, kommt es regelmäßig vor, dass die Blätter schlaff an der Pflanze hängen.

Nicht immer bedeutet das, dass die Erde zu trocken ist, aber es bedeutet auf jeden Fall, dass nicht genug Wasser im Blatt ankommt.

Ein untrügliches Zeichen ist, wenn die Blätter früh mogens noch schlaff sind.

Jetzt müssen wir dringend gießen!

Wie kann man feststellen, ob die Erde (das Substrat) um die Wurzeln trocken ist und dringend gegossen werden muss?

Oberflächlich trockene Erde ist auch kein eindeutiges Zeichen, schlaffe Blätter auch nicht!

Gießanleitung für Tomaten:

Der Wasserbedarf ist direkt abhängig von der vorherrschenden Temperatur, der Strahlungsintensität (Sonnenscheindauer) und wie stark die Luftbewegung ist.
Sind die Tomaten vollständig entwickelt und in einem sandig- lehmigen Gartenboden mit organischen Anteilen ausgepflanzt, kann man folgende vereinfachte Rechnung für den Wasserbedarf pro Pflanze aufmachen:
Anzahl der voll entwickelten Blüten- und Fruchtstände an der Tomatenpflanze, multipliziert mit 300 ml Wasser bei schönem Wetter (sonniger Sommertag) und mit 150 ml wasser bei bedecktem Himmel.
So ergibt sich beispielsweise an einem schönen Sommertag für eine Tomatenpflanze mit 5 vollentwickelten Blüten- und Fruchtständen auf einen Bedarf von ca. 1,5 liter Gießwasser pro Tag.

In einem Topf/ Kübel herrschen ganz andere Umstände (beschränktes Wurzelwerk, eingeschränkte Substratmenge, ....) da muss man ganz individuel herausfinden wie oft gegossen werden muss.
Meine Hochrechnung: Minimum die doppelte Wassermenge wie bei einer ausgepflanzten Tomate, je nach Größe des Behälters (je größer der Behälter desto relativ weniger Wasserbedarf).

Ausgepflanzt sagt man... oberflächlich das Substrat 2-3 cm abtrockenen lassen (speziell bei Tomaten) und dann wieder durchdringend gießen... dann kann man die errechnete Wassermenge auch mal erst am 2. oder 3. Tag summiert gießen, das regt das Wurzelwachstum an.
Im Pflanzgefäß lass ich maximal 1-2 cm antrocknen und gieße bis das Wasser unten rauskommt .. besser ist ein tauchen (wenns vom gewicht her möglich wäre) bis keine Luftblasen mehr aus dem Substrat austreten.
Bei zu schweren Gefäßen und vollständiger Durchwurzelung kann man eine Schale unterstellen und Wasser für kurze Zeit anstauen.
Wichtig: Das Gießen bis ca. 17 Uhr abschließen, damit die Oberfläche des Substrats abgetrocknet in die Nacht geht und somit keine guten Bedingungen für Schadpilze herrschen.

Bedarfsgerechtes Gießen geht nur mit einem Messgerät!

 


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